04292017Headline:

Apartheid – Überreste längst vergangener Tage

Afrika hat viele schöne Seiten. Bei einem Besuch von touristischen Anziehungspunkten wie die Metropole Kapstadt findet man sich jedoch in einer gespaltenen Welt wieder. Luxuriöse Hotels, Anlagen und Center säumen viele Ecken Afrikas neben umzäunten Elendsviertel aus Wellblech und Brettern, die als Unterkünfte für die ganz Armen des Landes dienen. Noch immer kann man in Afrika die Kluft zwischen Schwarz und Weiß, Arm und Reich erleben. Angesichts dieser Township-Siedlungen kommt man nicht umhin zu glauben, dass die Apartheid nach wie vor in den Köpfen vieler festsitzt. Politisch zwar abgeschafft, ist die Einteilung in Schwarz und Weiß auch Jahre später allgegenwärtig. Apartheit bedeutet aus dem Afrikaans so viel wie Gesondertheit bzw. Trennung.
In der Geschichte Afrikas, insbesondere Südafrikas, bezeichnet die Apartheit die zwischen 1948 und 1994 herrschende ideologische Politik der konsequenten Rassentrennung und Diskriminierung der dunkelhäutigen Bevölkerungsgruppen durch weiße, europäische Parteiführer.  Die Apartheitspolitik führte zu einer gesetzlich verankerten Trennung in der Nutzung öffentlicher Einrichtungen und Segregation durch Umsiedlung in Townships und Homelands. Das Apartheidsregime gilt seit der Freilassung und dem Aufstieg Nelson Mandelas zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas als beendet. Internationaler Widerstand gegen die Apartheit zwang die politischen Machtinhaber zur Aufage. Die Apartheid wurde in den 70er Jahren von den Vereinten Nationen als Verbrechen gegen die Menschheit verurteilt.

Bildquelle: © storbeck.me „Stadtrundfahrt Kapstadt“
Bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Flickr.com

Weitere Artikel